30 Tage Tagebuch schreiben VIII

8. Schreibe über deine Kurzziele, die du diesen Monat vorhast.   

Warum hast du sie gefasst?

John Irving und das Schreiben

Vor einiger Zeit bekam ich von einer Freundin ein paar Textart-Ausgaben. In der Textart 3/2016 stieß ich auf einen Artikel mit dem Titel „Schreiben a la John Irving – Ein Blick in seine Autorenwerkstatt.“

Folgend habe ich 11 Punkte aufgeschrieben, die ich als motivierend betrachte.

  1. Schreib über das, was du kennst. Sonst recherchiere gut.
  2. Jeder Schriftsteller hat bestimmte Themen, die er in seinen Werken umkreist. (Geschichten aus dem Leben sind nie so vollständig geschlossen, wie es Romane sind.)
  3. Er schreibt von hinten nach vorne. „Ich brauche das Ende, um anfangen zu können. Wenn du den Standpunkt und den Ton des Endes hast, dann geht es dir wie in einem Refrain eines guten Songs. (Ich habe gerade gelesen, es geht dir wie einem Reißverschluss. Wobei der Vergleich gar nicht so verkehrt ist. Der Sipper kommt irgendwann oben an, was auf dem Weg passiert bleibt der Geschichte überlassen.)
  4. Gut Ding will Weile haben. Manche Geschichten brauchen Jahre, bis sie geschrieben werden können.
  5. Die Muse küsste einen oft sehr überraschend! John Irving fiel der letzte Satz zu einem Roman ein, als er einen Song hörte. (So ähnlich kann es einem auch mit dem ersten Satz gehen.)
  6. Immer Papier und Stift dabeihaben. Keine Frage wieso, siehe: die Muse küsst einen überraschend.
  7. In Medias res. Der Anfang einer Geschichte ist nicht unbedingt der Anfang einer Handlung.
  8. Bewegung! Gleicht die vielen am Schreibtisch verbrachten Stunden aus.
  9. Ein Hoch der Überarbeitung. „Ich steh auf Schreiben, nicht auf überarbeiten. Mir gefällt nur das Kreative daran.“ Überarbeiten ist Schreiben! Und manchmal ist die Überarbeitung das Kreative daran.
  10. Vorbilder motivieren! John lass den Roman von Charles Dickens „Großer Erwartungen“ und wünschte, er hätte ihn geschrieben. Er wollte die Leser so bewegen, wie ihn dieser Roman bewegt hatten.
  11. Ein umfangreiches Werk kann nur mit Beständigkeit gedeihen.