Was man alles tun kann, während man spricht

  • Mit dem Hund spazieren gehen
  • Mit einem Tier spielen
  • Fahrrad fahren
  • Wäsche falten
  • Gartenarbeit
  • Hastig ein Grab schaufeln
  • Für eine Party dekorieren
  • Ein Messer schärfen – oder ein Schwert
  • Beim Haare föhnen
  • Beim Nägel lackieren
  • Beim Ankleiden oder Ausziehen
  • Beim Sticken, häkeln oä.
  • Beim Tattoo stechen
  • Wechselgeld zählen oder rollen
  • Eine Tasche packen
  • Auf dem Dachboden oder im Keller alte Kisten durchsehen
  • Kisten in einem neuen Heim auspacken
  • Einen Fleck auswaschen
  • Ein Chaos aufräumen
  • Ein Feuer machen oder unterhalten
  • Minigolf spielen
  • Karten spielen
  • Basketball spielen
  • Eine Kette oder Angelschnur entwirren
  • Gewichte heben
  • Einen Übungskurs machen
  • Kochen, backen, grillen
  • Beim Abwasch oder beim Geschirr einräumen
  • Beim Anstreichen eines Raumes
  • Beim Duschen
  • Beim Schminken
  • Beim Rasieren
  • Bei der Holzarbeit
  • Beim Tanzen
  • Beim Boxen auf den Boxsack
  • Beim Lebensmittel einkaufen
  • Beim Regal auffüllen oder Preise machen
  • Beim Blumengießen
  • Beim Fische füttern
  • Bei einer Massage
  • Während man auf der Suche nach etwas ist
  • Während man sich um eine Wunde kümmert, beim Blutabnehmen …
  • Während man in einer Bibliothek oder einer Buchhandlung stöbert
  • Beim Reifenwechseln
  • Beim Akten sortieren
  • Und sooooo viel mehr J

Top 10 Tipps für Autoren von Alex Martin

  1. Benutze die einfachst möglichen Worte.
  2. Bezieh keine Details oder Ereignisse ein, die weder für den Plot noch die Charakterisierung deiner Figuren wichtig sind.
  3. Gebrauche Aktionen um deine Ereignisse zu erklären, wenn möglich.
  4. Schreibe mindestens 90% der Geschichte mit aktiver Stimme.
  5. Dialog ist die stärkste Form der Charakterisierung.
  6. Stelle sicher, dass sich am Ende der Geschichte etwas geändert hat, vorzugsweise der Hauptcharakter.
  7. Wenn du ein Klischee nicht vermeiden kannst(willst) mach etwas anderes damit.
  8. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, ob dir das, was du geschrieben hast gefällt, schreib es neu.
  9. Finde heraus zu welcher Tageszeit deine Fantasie ihren Höhepunkt erreicht, dann schreibe immer zu dieser Zeit.
  10. Halte deine Routine, bis der Entwurf deiner Geschichte fertig ist.

Orte im Roman – VI

Fantastische Orte

Wenn man Fantasy schreibt und Orte erfindet, sollte man sich gut überlegen, welche Orte man aussucht und wie sie „funktionieren“.

Gelten die normalen Naturgesetze? Schweben Inseln über dem Wasser? Gibt es einen Sternenhimmel, wie bei uns oder drei Monde? usw.

Und auch hier gilt: Beschreibe deine Schauplätze mit allen Sinnen!

Aussehen, Gerüche, Geräusche, Haptik, Gefühle deines Protagonisten.

Aufgabe: Entwirf ein kleines Fantasysetting. Es macht Spaß mal einfach drauflos zu fabulieren. 😉

Orte im Roman – V

Orte sind Teil des Charakters.

Besonders die Wohung, das Büro, das Zimmer, die Werkstatt … sagen etwas über den Charakter deiner Figur aus.

  • Welche Farbe hat die Tapete? Rosa, abstrakte Muster …? usw.
  • Gibt es viel freien Platz oder ist alles vollgestopft?
  • Sammelt die Person etwas?
  • Ist es aufgeräumt oder sehr unordentlich?
  • Ist der Kühlschrank leer?
  • Riecht es nach Gewürzen?
  • Der Kleiderschrank nach Farben sortiert?
  • Wer wohnt noch in der Wohnung?
  • Deutet etwas auf Geheimnisse hin, die die Figur verbergen möchte?

Aufgabe: Schicke deinen Protagonisten an einen, für ihn, ungewöhnlichen Ort. (Alles was die Figur tut, sagt etwas über sie aus.)

  • Was nimmt sie wahr?
  • Fragt sie nach dem Weg?
  • Wie reden die Personen, die sie anspricht?
  • Ist überhaupt noch jemand dort?

 

Orte im Roman – IV

Der Ort treibt die Handlung voran.

Mit den Details erzeugst du Spannung und Erwartung. Je besser die Leser/innen deinen Ort kennen, desto mehr können sie spekulieren.

Wird der Gefangen aus dem Keller fliehen können? Kann der herannahende Held das Opfer befreien?

Setze alle Sinne ein um deinen Ort zu kreieren.

Aufgabe: Beschreibe kurz den Handlungsschauplatz deiner Geschichte. Anschließende mach eine Liste mit Elementen, die eine Bedeutung für den Verlauf deiner Handlung haben können.

Z.B.: Naturgewalten, Höhlen, verschlossene Türen, Fallgruben usw.

 

Orte im Roman – III

Erzeuge Stimmung

Je nachdem in welchem Genre du schreibst, kannst du mit deinem Ort Stimmungen erzeugen. Orte in einem Liebesroman werden andere sein, als in einem Krimi oder einer Fantasy-Geschichte.

Entscheidend ist, wer erzählt. Der Täter, das Opfer, der verlassene Mann oder die verliebte Frau.

Ein weiterer Punkt ist das Tempo. Auf der Flucht nimmt man weniger und andere Dinge wahr, als an einem Ort der Erinnerung.

Versuche dich vom Klischee zu lösen. In tragischen Situationen regnet es oft. Was könntest du anders machen? Und wenn es regnet, wie könntest du das Klischee überwinden?

Aufgabe: Lass dich von einem Spaziergang inspirieren. Dein Lieblingscafe, historische Gebäude, Läden, besondere Orte in der Natur, Baustellen ectr.

Mach dich gezielt auf die Suche nach Kulissen. Ein Hinterhof, ein verwilderter Garten, ein Golfclub …

Betrachte die Orte durch die Augen deiner Romanfigur.

Aufgabe: Übe den Ort mit allen Sinnen wahrzunehmen und zu beschreiben

  • Was siehst du?
  • Welche Geräusche hörst du?
  • Welche Gerüche liegen in der Luft?
  • Wie fühlt sich der Boden unter deinen Füßen an? (Kopfsteinpflaster vs. Waldboden) Das alte Mauerwerk, der raue Stamm eines Baumes…

Orte im Roman – II

Wer sieht was?

Jede Figur nimmt einen Schauplatz anders wahr. Ein Verwandter deiner Figur, sieht die Wohnung des Betreffenden anders, als ein Notarzt oder ein Vertreter, der die Wohnung betritt.

Je nachdem, in welche Situation gerade besteht, werden Dinge, Räume, Orte anders wahrgenommen.

Beispiel: Gerät man in Gefahr, denkt man wohl kaum über die Orchideen auf der Fensterbank nach, sondern sucht nach einem Notausgang.

Aufgabe: Wähle eine Ortsbeschreibung aus deinem Lieblingsbuch(oder dem Buch, dass du gerade liest) und schildere den Ort aus der Sicht einer anderen Figur des Romans.

Oder schicke deine eigenen Figuren an den gewählten Schauplatz. Was sehen sie dort?

Orte im Roman – I

Um mit dem Profansten zu beginnen: Der Ort im Roman hat eine Bedeutung. Er ist kein Zufall. (Oder sollte keiner sein)

Warum hält sich der Held/Heldin ausgerechnet an diesem Ort auf? Ist er freiwillig dort?

Der Ort sollte geplant werden, wie alle anderen Details der Geschichte. Er ist eine wesentliche Zutat.

Beispiel: Eine Liebesszene findet eher selten auf einem Friedhof statt. Doch wenn es so ist, sollte es einen guten Grund haben.

Aufgabe: Nimm dir dein Lieblingsbuch (oder das Buch, das du gerade liest) und sieh dir die Ortsbeschreibungen näher an.

  •  Welche Schilderungen findest du interessant, welche nicht?
  • Welche veranlassen dich zum weiterblättern?
  • Mach dir kurze Notizen und halte deine Beobachtungen fest

Klassiche Roman haben noch einmal eine andere Art Orte und Natur in die Geschichte einzubringen. Ich kann da besonders Stefan Zweig empfehlen oder Gerald Durrell, der Naturforscher war.

Die Idee zu dieser kleinen Artikelserie stammt aus der TEXTART 3/2013.

Gründe zu schreiben

  1. Um sich auszudrücken
  2. Um etwas zu erzählen
  3. Zu heilen
  4. Zu empfangen
  5. Zu teilen
  6. Kontakt zu schaffen
  7. Zu antworten
  8. Um Anteil zu nehmen
  9. Zur Inspiration
  10. Zur Erforschung
  11. Zu wachsen
  12. Zu entdecken
  13. Etwas zu überwinden
  14. Zum Spielen
  15. Zur Berichterstattung
  16. Zur Information
  17. Zum Überzeugen
  18. Zum Schimpfen
  19. Zum Umherschweifen
  20. Zur Verteidigung
  21. Zur Identifikation
  22. Ein Erbe zu hinterlassen
  23. Bekannt zu werden
  24. Aus Liebe
  25. Weil du nicht schreiben kannst
  26. Aus Spaß
  27. Aus Rache
  28. Hausarbeit zu vermeiden
  29. Geld zu verdienen
  30. Steuerabschreibungen erstellen
  31. Karriere machen
  32. Zur Erinnerung
  33. Zur Meditation
  34. Etwas zu verarbeiten
  35. Die Stimmen im Kopf zum Verstummen zu bringen
  36. Deine Ideen zu ordnen