365 – Tage – Projekt: Tag 296

Thema: Fortsetzung von Tag 295

Wichtig für eine spannende Geschichte sind die Beweggründe und die Schwächen deiner Figuren. Sie bestimmen ebenfalls die Dynamik deiner Geschichte.

  • Was treibt deine Figuren an?
  • Was ist ihr größter Wunsch?
  • Ihre größte Angst?

Aufgabe: Schreibe in einer kleinen Szenen was deine Hauptfigur antreibt/ihr Angst macht. Und in einer weiteren, wie es um deinen Antagonisten bestellt ist.

Fortsetzung folgt an Tag 297.

 

365-Tage-Projekt: Tag 80

Thema: Tiere I

Schreibe eine Liste mit mindestens 10 Tieren, die dir gut gefallen oder die dich faszinieren – oder vor denen du Angst hast.

Es sollten vielleicht nicht die üblichen Haustiere wie Hund, Katze, Hase, Meerschwein oder Vogel sein. Es dürfen ruhig etwas ausgefallenere Tiere sein.

Geschichtenautomat – ein Set

Siehe Beitrag: Geschichtenautomat (so funktioniert es 🙂 )

Thema: Licht & Schatten

(Das sind die Zutaten für die Geschichte, die in der Schreibgruppe aus dem Geschichtenautomat herausgekommen sind.)

1. Flamme, tanzen, Dunkel, unheimlich, Angst

2. Koffer

3. Terrasse

4. Lila

5. träumerisch, weich

6. Paul (Schreiner) , Wolf (Jäger)

7. Es war eine stürmische Nacht …

8. … sollte das, das Ende sein?

9. Jemand verschwindet

10.Samstagabend, kurz vor 22 Uhr

Motivationen des Antagonisten

Auch der Antagonist will etwas. Das ergibt sich aus seiner Biografie und seinem Wesen (siehe Charakterentwicklung) . Hier folgen einige Motive, die zu seinem Verhalten führen könnten. Sie sollten für den Leser nachvollziehbar sein.

  • Überleben
  • Selbstaufopferung
  • Liebe
  • Hass
  • Angst
  • Ehre
  • Entehrung
  • Verschwörung
  • Er will in Ruhe gelassen werden
  • Kontrolle über Menschen/Land
  • Etwas Verlorenes wiedererlangen
  • Er dient einem Meister
  • Zerstörung
  • Die Welt/einen Teil der Welt regieren
  • Unnatürliche Neigungen
  • Trauer und Verlust
  • Rebellion
  • Verrat
  • Schicksalsschlag
  • Andere zu Korrumpieren
  • Rache
  • Sich auszeichnen
  • Gewinn machen
  • Suche nach Gerechtigkeit
  • Gier
  • Verzweiflung
  • Soziale/finanzielle Abhängigkeit
  • Sich zu verbessern
  • Ein Ziel erreichen (z.B.: besser sein, als der Rivale)
  • Dem Schicksal entkommen
  • Verfolgung
  • Rivalität
  • Entdeckungen machen
  • Ehrgeiz

So oder so

Eine der wichtigsten „Regeln“ beim Schreiben ist: Show don`t tell. Hier drei Sätze, die eine bestimmte Aussage treffen, aber nichts zeigen. Um zu zeigen benötigen wir alle Sinne: hören, sehen, riechen, schmecken, tasten. (Du musst nicht alle fünf Sinne auf einmal verwenden.)

Es war Sommer.

Er saß am Lagerfeuer und dachte nach.

Sie hatte Angst.

Schreibe zu jedem Satz (mindestens) einen Absatz, ohne den Satz darin zu verwenden. Lass den Leser die Sätze fühlen. Meine Versuche könnt ihr auf der Schreiberlebenseite finden. 😉

Aus dem Nichts kommt nichts

Nichts Neues! Ein Autor schöpft aus Erfahrungen, Erinnerungen, Gefühlen. Um unseren Geschichten Subtanz zu geben, müssen wir darauf zurückgreifen.Zu der kreativen Arbeit gehört sich zu erinnern.

An Gerüche von Pfannkuchen, Kaffee oder Düften, Gefühle der Angst, des Erfolges, der Liebe, Schmerzen, Trauer, Stille … an Träume, bestimmte Situationen z.B.: mit der Familie , Dialoge, Orte, Personen aus unserem Leben, die strenge Lehrerin, den netten Chef, die hinterlistige Kollegin, den Geliebten, die beste Freundin, die Eltern und Großeltern usw.

Es gehört zum Handwerk diese Deatils in unsere Geschichten einzubringen, um sie authentisch werden zu lassen. So kann sich der Leser in die Figuren einfühlen.

Dazu sollten wir unser Erinnerungsvermögen schärfen. Es lohnt sich ein Notizbuch nur für Erinnerungen anzulegen. Dann teilst du dein Leben in Zeitabschnitte z.B.: Kleinkindalter, Kindergarten, Grundschule, weiterführende Schule … . Dann nimmst du dir die einzelnen Abschnitte vor und beginnst mit den kleinen Worten:

Übung: Ich erinnere mich …

und schreibst alles auf, was dir einfällt. Du wirst dich wundern, wie viel und was dir einfällt! (Diese Übung kannst du ab und zu wiederholen, dir wird immer wieder etwas einfallen, das an die Oberfläche kommt.)

Eine weitere Quelle zum Anzapfen von Erinnerungen können Freunde und Verwandte sein, auch Mitglieder deiner Schreibgruppe.

Übung:

1. Schreibe eine fiktive Szene, die auf deinen Erinnerungen basiert.

2. Wenn es dir leichter fällt, schreibe zuerst die reale Szene und übertrage gewissen Einzelheiten auf eine fiktive Figur.

Kreativität beginnt oft mit Erinnerungen. Wir verbinden sie mit unseren Ideen und Fantasien und erschaffen eine neue Geschichte. Natürlich gibt es Dinge, die wir nicht aus Erfahrungen schreiben könne und dir wir aus unserer Fantasie schöpfen müssen. Das ist die Kunst!