365 Fünf – Minuten – Texte 292

Schreibe eine kurze Story über einen liebeskranken Geist.

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Erica Jong – Einundzwanzig Regeln für Schriftsteller

  1. Glaube an dich – sei nicht zynisch.
  2. Trau dich zu träumen.
  3. Konzentriere dich nicht auf das Veröffentlichen.
  4. Schreibe aus Spaß.
  5. Bring den Leser dazu umzublättern.
  6. Vergiss die Politik.
  7. Vergiss den Intellekt.
  8. Vergiss dein Ego.
  9. Sei ein Anfänger.
  10. Akzeptiere Veränderungen.
  11. Glaube nicht, dass dein Geist Veränderungen braucht.
  12. Erwarte keinen Applaus dafür, dass du die Wahrheit sagst.
  13. Nutze alles.
  14. Vergiss niemals, dass Schreiben gefährlich sein muss, wenn es etwas taugen soll.
  15. Lass Sex (den Körper, die physische Welt) herein!
  16. Vergiss Kritiker.
  17. Sag deine Wahrheit, nicht die der Welt.
  18. Bleib immer erdgebunden.
  19. Bleib immer wild!
  20. Schreib für das Kind (in dir und in anderen).
  21. Es gibt keine Regeln!

Aus dem Buch: Den Dämon verführen – Schreiben, um zu Leben

17 Möglichkeiten deine Kreativität zu töten

und
17 Gegenmaßnahmen, um sie sprudeln zu lassen!

1. Der Gedanke kreativ sein zu müssen. Ein „echter“ Künstler schafft „Großes“!

Wer bestimmt, was echt und groß ist? Du bist dein eigener Maßstab niemand sonst! Du gibst in deiner Arbeit den Ton an. Vergleiche dich nicht mit anderen. Lass dich anspornen und inspirieren, aber sei du selbst.

2. Auf das „leere Blatt“ (im Falle eines Schriftstellers oder Malers) starren und grübeln.

Die Lösung liegt in der Bewegung. Geh raus. Beobachte die Natur, setzt dich in ein Café, einen Zug, geh in ein Kaufhaus und beobachte Menschen. Höre deine Lieblingsmusik und klink dich aus. Deine Gedanken brauchen Input und Schwingungen, dann klappt es auch wieder mit der Kreativität. Aus den skurrilsten Funken können die tollsten Dinge entstehen. Erst sammeln, später sortieren.

3. Abwertende und unqualifizierte Kritik

Sie verletzt und lässt dich zweifeln, weil es keinen Ansatzpunkt gibt, an deinem Werk zu arbeiten. Abhaken, hinter dir lassen, weitermachen – auch wenn es am Anfang schwerfällt. Vielleicht schreibst du dir den Frust von der Seele? Titel: 10 Möglichkeiten meinen Kritiker um die Ecke zu bringen, oder so ähnlich *g*. (Buchtipp: „Tod eines Kritikers“ Martin Walser)

4. Schlechter Umgang.

Trenne dich von überkritischen, sarkastischen, verletzenden Menschen. Such dir wohlwollende, konstruktive Freunde, die dich unterstützen und weiterbringen. Kreativität ist eine zarte Pflanze, die gepflegt werden möchte. Gut argumentierte Hinweise sind hilfreich, ein harsches Urteil nicht!

5. Unehrlichkeit

Wenn du auf der Stelle trittst, antriebs- und lustlos bist, sei ehrlich mit dir selbst. Die Symptome sind ein Zeichen für Veränderungen. Schreibe auf, was dich bedrückt und hindert. Handele danach. Schritt für Schritt.

6. Faule Ausreden – kann ich nicht, darf man nicht, mir fehlt die Ausbildung, ich muss für Familie/Freunde usw. da sein, Experten sagen … und so weiter.

Jeder Künstler hat seine eigene Killerphrase. Du hast die Wahl, was du denken möchtest. Willst du Opfer oder Schöpfer sein?

Ich kann nicht. – Ich kann noch nicht, aber ich kann es lernen.
Das darf man nicht.  – Wer ist man?
Mir fehlt die Ausbildung. – Mit meinem Talent werde ich es lernen.
Ich muss für Familie/Freunde da sein – Nur wer sich selbst liebt und achtet, hat genug Kraft sie an andere weiter zu geben. (Achtung: Burn-out)
Experten sagen dies und jenes. – Experten sagen viel, wenn der Tag lang ist!

Für jede Killerphrase gibt es eine Gegenantwort. Schreibe deine Antworten auf deine persönlichen Killerphrasen auf. Setz deine Kreativität dafür ein, welche Chancen und Möglichkeiten sich dir bieten und nicht, warum etwas nicht funktionieren könnte.

7. Zwänge jeder Art. Zeitdruck, Konventionen, eine verquere Idee davon, wie du sein musst, um kreativ zu sein, usw.

Spreng die Fesseln und du wirst staunen, was möglich ist und wie verdammt gut sich das anfühlt! Sei Herr deines Lebens, es gehört dir. Finde deinen Weg. Auch eine gute Möglichkeit kreativ zu sein.

8. Perfektionismus – absoluter Killer!

Schieß ihn ab! – Tu doch mal absichtlich, was „man“ sonst nicht tut. Genieß es! Ab und an brauchst du eine „Sauerei“, ein Chaos.

9. Vermeidungsstrategien: Im Internet surfen, zu viel (und „blödes“) Fernsehen gucken. – Zeitfresser!!!

Sei konsequent, diszipliniert, setze dir feste Zeiten, wenn es um diese Zeitdiebe geht.

10. Arbeitssucht/Getriebensein

Pausen sind wichtig für den Geist! In der Entspannung kann er neue Wege gehen. Setze Prioritäten. Was ist für dich wirklich wichtig? Nur wer auch ausruht, kann sich wieder konzentriert seiner Arbeit zu wenden.

11. Angst vor Misserfolg?

Kann passieren. Aber allein sich der Welt zu stellen, ist ein sehr großer Erfolg für dich. Durch das Aushalten einer Enttäuschung wächst deine Persönlichkeit. Kopf hoch! Er ist noch dran. Das nächste Mal können wir aus unseren „Irrtümern“ lernen. Mein Lieblingsspruch: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue. Wenn nicht, tritt sie ein.

12. Angst vor der eigenen Courage.

Alles wird gut! Wenn du dich traust. Die meisten Menschen bewundern jemanden, der den Mut hat seiner künstlerischen Stimme Ausdruck zu verleihen.

13. Angst vor Erfolg – was kommt dann?

Lass es auf dich zu kommen. Alles zu seiner Zeit. Mach dich nicht verrückt mit etwas, dass in der Zukunft liegt. Genieße den schöpferischen Prozess im Hier und Jetzt.

14. Was sagen „die anderen“, wenn ich solche „hochtrabenden Pläne“ habe?

Um es mit den „Ärzten“ zu sagen: „Lass die Leute reden, hör ihnen nicht zu (wichtig), die meisten Leute haben ja nichts Besseres zu tun … das haben`n die immer schon gemacht.“ Für dich werden sie nicht damit aufhören. Das ist der blanke Neid, weil sie selbst keine Courage haben. Sie können dir nur leidtun.

15. Stimmen der Vergangenheit (Konditionierung) „Das schaffst du nie.“ – „Dazu bist du zu dumm, zu flatterhaft usw.“

Lass die boshaften Stimmen hinter dir. Du bist erwachsen. Gestatte ihnen nicht, dich heute noch zu verletzen. Gib diesen Stimmen und den dazugehörigen Personen keine Macht über dich. Hurra wir leben noch! Wenn alles nichts hilft, wende dich an einen Psychotherapeuten.

16. Die Frage: „Darf ich das tun?“

Es gibt gewisse Regeln, die zweifellos zu einem harmonischen Zusammenleben beitragen. Doch wenn es um die Kunst geht, gilt: Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. Und wenn dir das Ergebnis nicht zusagt, macht nichts. Neuer Versuch. Wie sagt das Sprichwort: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ In einer Sackgasse zu stehen und immer wieder gegen die Wand zu laufen, bringt dich nicht weiter.

17. Scheuklappen-Denken – „Das wurde schon immer so gemacht.

Na und? Dann mach es doch mal anders! Und sieh, wohin es dich bringt. Abseits der Straße liegen die schönen Dinge des Lebens. Wie willst du sie finden, wenn du dich von dir selbst und anderen einschränken lässt? Wer das tut, was er immer tut, bekommt auch nur das, was er immer bekommt. Leg dich nicht fest. Sei offen für Neues und Ungewöhnliches. Versuch zu malen, wenn du schreibst oder zu schnitzen, töpfern, häkeln, neue Kochrezepte zu erfinden usw. – und umgekehrt. Die Möglichkeiten sind unendlich. Wer weiß, welche Horizonte sich auftun?! Besuche Museen, Ausstellungen verschiedenster künstlerischer Richtungen, beschäftige dich mit verschiedensten Themen und Kulturen und lass dich inspirieren. Neugier, Sehnsucht und ein hungriger Geist halten die Kreativität am brennen.

Lass dir von niemand vorschreiben, was Kreativität für dich zu sein hat. (Dafür gibt es genug Definitionen. Die einfachste Gleichung wäre: kreativ – schöpferisch.) Noch ein paar Tipps, die du dir ab und an ins Gedächtnis rufen kannst:

• Visualisiere deine Träume und Pläne.
• Sei leidenschaftlich und rückhaltlos, wenn es um deine Kunst geht.
• Sei, wer du bist, nicht was du hast.
• Sei experimentierfreudig und hab Freude an deinem Schaffensprozess.
• Sei optimistisch und dankbar.
• Finde deinen Rhythmus und bleibe im Fluss. Akzeptiere, dass es ruhige und stürmisch Abschnitte gibt.
• Sei konzentriert, aber nicht verbissen.
• Warte nicht auf Erlösung von außen. Folge deinem Weg. Lebe dein Leben. Verbringe die Zeit auf die schönste Weise, die du dir vorstellen kannst.
• Fang an. Jetzt! 🙂

„Kreativität ist
die Quelle der Persönlichkeit
aus ihr dringt
die Ader des Glücks
ans Licht.“

Wilma Eudenbach

Probleme gefällig? Bitte gerne!

1.   Es finde ein Angriff im Zuhause der Figur statt
2.  Dein Charakter wird gekidnappt
3.  Er Steckt im Lift fest
4.  Wird mit Handschellen an jemand gefesselt
5.  Bekommt eine Krankheit
6.  Findet eine Schatzkarte
7.  Bekommt eine ungeliebte Katze/Hund/Haustier
8.  Ein Charakter erleidet einen Gedächtnisverlust
9.  Auf dem Schulfest/Klassentreffen
10. Macht ein Spaziergang auf der wilden/dunklen Seite

11. Erlebt einen Liebeszauber: Gegensätze ziehen sich an
12. Macht Ferien in einem „Katastrophen-Hotel“
13. Findet ein gestohlenes Tagebuch oder sein eigenes wird gestohlen.
14. Tausch für einen Tag den Körper mit jemand
15. Befindet sich in einem Welt/Stadtweiten Stromausfall
16. Muss mit dem Feind zusammenarbeiten
17. Befindet sich in einem lebendig gewordenen Albtraum
18. Wird Mutant/Tier für einen Tag
19. Erlebt Paintball/Laser Tag Abenteuer
20. Gerät in einen Krieg der Streiche
21. Ein Charakter kann kein Geheimnis behalten
22. Dein Charakter verjüngt sich plötzlich

23. Deine Figur hat einen geheimnisvollen Verehrer
24. Dein Charakter verliert eine Person
25. Der Charakter wechselt Kräfte/Waffen
26. Befindet sich auf einem Maskenball/Kostüme-Party
27. Ein Charakter wird verflucht
28. Dein Charakter erblindet für einen Tag
29. Er wird auf Taschengröße geschrumpft
30. Erlebt einen Camping-Trip
31. Gerät unter Gedankenkontrolle
32. Trinkt ausversehen/absichtlich einen Liebestrank
33. Spielt Wahrheit oder Pflicht
34. Wird auf frischer Tat ertappt

35. Dein Charakter geht verloren
36. Er plant eine Überraschungsparty
37. Wird von einem Mutanten Monster angegriffen
38. Charakter steckt in einem Video Spiel fest
39. Gerät in eine Zeitreise
40. Ist unerwartet zurück in der Schule
41. Findet sich in einer Karaokebar wieder
42. Erlebt ein Shakespeare Schauspiel, mitten drin, statt nur dabei
43. Kommt eine Stadt, die unter einem Schlafzauber liegt
44. Charakter muss das Lager des Feindes infiltrieren
45. Charakter muss Tanzstunden nehmen
46. Die Figur nimmt die Spitzhacke mit

47. Befindet sich in einer Stadt voller Vampire/Hexen usw.
48. Ein harmloser Streich geht schief
49. Charakter küsst die falsche Person
50. Kann für einen Tag Gedanken von lesen
51. Ein Film/TV Show wird lebendig
52. Hasszauber wird über den Charakter verhängt
53. Erlebt einen Karnevalstag
54. Verbringt die Nacht in einer von Geistern heimgesuchten Anstalt
55. Wird für einen Tag Monster
56. Trifft sich mit jemand auf ein Blind Date
57. Gerät in tödliche Spiele
58. Muss einen Deal mit dem Teufel/Feind machen

59. Erntet 15 Minuten Ruhm
60. Dein Charakter wird von einem Geist besetzt
61. Arbeitet für einen Escortservice
62. Dein Charakter nimmt einen Gefangenen mit
63. Bekommt ein Angebot, dass er/sie nicht ablehnen kann
64. Begibt sich auf eine Rettungsmission
65. Der Wunsch deines Charakters wird wahr
66. Dein Charakter wird von einem Werwolf gebissen
67. Befindet sich in einer Kampfarena/Königsspiele
68. Erleidet einen Trainingsunfall
69. Geht zu einem Doppeldate
70. Findet ein Portal nach Irgendwo

71. Findet/hat ein Lotterielos
72. Hat eine geheime Beziehung
73. Erlebt eine gefährliche Flut
74. Ein Feind folgt deiner Figur nach Hause
75. Figur erlebt einen Geschlechtswechsel
76. Gerät in ein „Spiel“ zwischen Polizei und Räubern
77. Figur erlebt wie der Feind gewinnt
78. Figur wechselt zu seinem bösen Zwilling (Jekyll/Hyde)
79. Ist in einem Irrgarten/Labyrinth gefangen
80. Er kann nicht aufhören, zu tun, was er tut

81. Er muss die Wahrheit sagen
82. Unterliegt einer Gehirnwäsche
83. Findet einen verborgenen Tempel/Stadt/Platz
84. Wird in einer Falle gefangen
85. Figur fordert Vergeltung
86. Bricht aus einem Gefängnis aus

Eine Geschichte braucht Drama und deine Figur/Charakter ein Hindernis, das er/sie überwinden muss. Sonst ist nach der ersten Seite Schluss 😉 . Falls ihr Bedarf an Problemen habt – bedient euch.