Schreib – Bilder – Buch

Heute möchte ich euch eine einfache Möglichkeit vorstellen, wie ihr Schreibimpulse sammeln und griffbereit haben könnt.

Hier meine Schreibbilderbücher:

Sie bestehen aus DIN A 4 Kladden, es können aber auch Ringbücher sein und natürlich funktionieren sie auch mit jedem anderen Format. 😉

Und wie ich es so gerne mache … hier und da ein bisschen verziert.

Ich liebe schöne und interessante Bilder. Es tut mir immer weh, wenn ich sie wegschmeißen soll. Und so schlachte ich Zeitschriften aus und klebe die Bilder ein. Es können auch Postkarten sein oder Zitate, die mich inspirieren.

Wie zum Beispiel dieses interessante Bild. Oder dieses Zitat.

Wie ihr seht, habe ich hier schon einen Text dazu geschrieben.

Ich klebe das Bild auf die rechte Seite und schreibe links den Text. Aber man könnte auch das Bild in den Text kleben oder wo immer es euch Spaß macht. Und wer gerne mehr als eine Seite schreiben möchte, nimmt einfach die nächste Seite noch dazu.

Es können auch Bilder verschiedener Künstler sein oder alte Landkarten, antike Schriftstücke, alte Briefe usw.

Ich brauche etwa 5 – 10 Minuten um eine DIN A 4 Seite vollzuschreiben. Am Ende suche ich dann für den Text eine Überschrift.

Und wenn ich wenig Zeit habe oder mich gerade eine kleine Unlust (schöneres Wort als Blockade) gepackt hat, hole ich mir ein Buch, blättere es durch und suche mir ein Bild aus, dass mich gerade „anspringt“. Durch das Schreiben mit der Hand kommt auch das Gehirn in Schwung und meistens ist die Seite schneller gefüllt, als gedacht.

Vielleicht sind die „Bilderbücher“ ja eine kleine Inspiration für euch. Es macht auf jeden Fall Spaß sein eigenes Buch zu entwickeln.

Meine Texte sind meistens nicht fertig, wenn die Seite voll ist und so bleibt noch viel Stoff für weitere Schreibstunden übrig. Ich wünsche euch viel Freude beim Schreiben und euren Schreibimpulsen.

Eure Caro

Moodboard – etwas mehr als eine Pinnwand?!

Vor Kurzem las ich einen Artikel über Moodboards. Bis dato hießen diese Sammelbretter bei mir noch Pinnwand und wahrscheinlich werde ich den Begriff auch weiter verwenden. Denn Moodboards oder Stimmungstafeln, wie die deutsche Übersetzung lautet, waren meine Pinnwände schon immer.

Schon bevor ich anfing mehr zu schreiben hatte ich Stimmungstafeln Zuhause. Seit ich Romane schreibe, habe ich für das jeweilige Projekt eine eigene Pinnwand, die erst aufgelöst wird, wenn es zu Ende ist. Das kann manchmal eine Weile dauern, aber es erinnert mich immer daran, dass ist wichtig und wird noch geschrieben!

Moodboards können die verschiedensten Formen haben – sogar Schiller hat mit „Pinnwänden“ gearbeitet. Nur dass er seine Informationen direkt an der Wand befestigte.

Die Tafeln können aus allen möglichen Materialien bestehen: Malpappe, Spanplatten, Bilderrahmen mit Rückwand, bespannt mit Stoff, aus Kork, aus Metall mit Magnetpins, usw.

Zum Pinnen eignet sich alles Mögliche: Fotos, Eintrittskarten, Stadtpläne, Notizzettel und Ideenzettel, Listen, kleine Erinnerungsstücke, Postkarten, Briefe, Zeitungsausschnitte, Fundstücke usw – der Fantasie sind da wirklich kaum Grenzen gesetzt.

Und für mich als Schreiberling kommen an eine Pinnwand: Fotos der Romanlandschaft, meiner Figuren, Ideen-Zettel, Notizen für später, Timelines, teilweise auch der Plot … Stadtpläne …und einiges mehr.

Folgend einige meiner Stimmungstafeln und so wie es aussieht, werde ich diese Woche noch einen Möbeldiscounter besuchen und mir zwei neue Pinnwände besorgen – denn irgendwas ist immer.

Die Stimmungstafel über das Moodboard, in meinem Arbeitsjournal:

Moodboard über Moodboard

Stimmungstafel der Erinnerungen:

Moodboard Erinnerungen

Postkartentafel:

Postkarten Mood

Auch eine Collage ist eine Stimmungstafel:

Herz aus Stein

Pinnwand für eine Geschichte, die noch geschrieben werden will:

Roman Mood

Vielleicht konnte ich euch eine kleine Anregung geben, eigene Stimmungstafeln zu gestalten.

Ich wünsche euch viel Spaß und viele Inspirationen!

Caro

 

 

 

Tagebuchliste

Ein paar Tipps, was du alles in dein Tagebuch schreiben kannst. Schreib drauf los! Du musst nicht perfekt sein – es ist einzig dein Buch. Hab Spaß dabei!

• Buchtipps
• Songtexte
• Zitate
• Gedichte
• Zeitungsausschnitte
• Schöne Bilder/Fotos
• Wetter
• Flyer
• Programme (Theater …)
• Eintrittskarten
• Träume (Tagträume und Nachtträume)
• Wünsche
• Sehnsüchte
• Ziele – Möglichkeiten zur Verwirklichung
• Besondere Überlegungen
• Schöne Sätze aus Büchern
• Postkarten
• Briefe, die du schreiben willst, oder die du bekommst
• Drei Glücksmomente am Tag, egal wie klein
• Fragen, die du jemand stellen möchtest
• Notizen zu Gesprächen oder Mails
• Ideen
• Beobachtungen Natur, Menschen, Gespräche …
• Listen aller Art
• Besondere Rezepte
• Eine Webseite, die dir gefallen hat
• Pläne für den nächsten Tag, eine Reise …
• Besondere Begegnungen
• Biografien, die dich beeindruckt haben
• Was wäre wenn … (einfach mal rumspinnen)
• Gefühle (warum bin traurig, wütend, fröhlich usw)
• Geheimnisse
• Eine neue Erkenntnis
• Eine alte Wahrheit
• Erinnerungen
• Lieblingsfilme, Lieblingslieder usw., Ohrwurm der Woche
• Ideen für Geschichten, kreative Projekte
• Schöne Worte
• Wortspiele

Zettelkästen

Leg dir einen oder mehrere Zettelkästen für „magere“ Zeiten an.

Einige Vorschläge, was du sammeln kannst:

  • Postkarten
  • gefundene Einkaufszettel
  • schöne Worte
  • besondere Sätze
  • Assoziationsketten
  • Zitate, Sprüche
  • Interessante Fragen oder Tatsachen (das Herz eines Blauwals wiegt 600 bis 1000 kg)
  • geschenkte Worte von Freunden
  • Schlagzeilen
  • Zeitungsartikel
  • Annoncen
  • Bilder aus Zeitschriften
  • Buchtitel
  • ausgefallene Namen
  • besondere Gegenstände
  • Hindernisse für Geschichten
  • alte Texte, die ausgeschlachtet oder verändert werden können
  • usw.

Du kannst für jede Kategorie einzeln sammeln oder in einer Kiste.

Wenn du magst sammele zu speziellen Themen: Liebe, Erotik, vier Elemente, Jahreszeiten …

Zettelkästen eignen sich auch für Schreibgruppen. Jeder Teilnehmer sammelt einen Monat lang, dann wird zusammengelegt.

In Zeiten, in denen du Anregungen, Ideen, Inspirationen brauchst, kannst du auf einen vielfältigen Grundstock zurückgreifen.

365-Tage-Projekt: Tag 70

Thema: Postkarte

Schreibe auf die Rückseite einer Postkarte den Anfang einer Geschichte, zu dem dich das Motiv inspiriert.

Dann schreibe die Geschichte weiter.

Du kannst diese Aufgabe mit Schreibfreunden machen: suche vorher verschiedene Postkarten aus, jeder sucht sich eine aus, schreibt die ersten Zeilen einer Geschichte, dann werden die Postkarten gemischt, neu vergeben und weiter geschrieben.

Wenn du die Aufgabe alleine löst, such dir verschiedene Motive aus, gut mischen und verdeckt ziehen.

Mein gezogenes Motiv von gestern:

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