Leben, Schreiben, Atmen …

… so heißt das Buch von Doris Dörrie. Untertitel: Eine Einladung zum Schreiben. Im ersten Kapitel heißt es: Wir können nicht aufhören zu erzählen. In einem endlosen inneren Monolog erzählen wir uns Geschichten über uns selbst.

Das führt mich zu der heutigen Aufgabe. Ich habe sie schon in diesem Blog beschrieben, aber aus diesem Anlass wiederhole ich sie gerne noch einmal.

Sie ist von dem Autor Joe Brainard erprobt worden und heißt:

Ich erinnere mich …

Dazu kann man sich entweder eine Zeit in seinem Leben als „Erinnerungsobjekt“ auswählen ( z.B.: Kindheit, Jugend usw.) das letzte Jahr, den letzten Monat, oder den letzten Tag.

Die ersten Worte lauten: Ich erinnere mich …

…an … damit geht es dann in die Erinnerungen.

Sie können einen Satz oder einen Absatz lang sein. Am Ende geht es nicht so sehr um die länge des Textes oder die Chronologie, sondern um die Erinnerungen. Wer mag, kann natürlich auch in die Tiefe gehen und die erinnerten Dinge und Szenen in längere Texte übersetzen.

Viel Freude beim Schreiben, Leben und Atmen

Caroline

Neil Gaimans Schreibregeln

  1. Schreib!
  2. Setze Wort für Wort aneinander. Finde das richtige Wort und schreib es auf.
  3. Beende was du schreibst. Was immer du tust, beende es!
  4. Leg es zur Seite. Warte. Lies es, als hättest du es noch nie gelesen. Zeig es Freunden, die du respektierst und die mögen was du schreibst.
  5. Denke daran: Wenn Leute dir sagen, dass etwas nicht stimmt oder für sie nicht funktioniert, haben sie oft recht. Wenn sie dir genau sagen, was falsch ist und wie es behoben werden kann, liegen sie fast immer falsch.
  6. Überarbeite deinen Text. Denke daran, dass du früher oder später, deinen Text loslassen und weitermachen musst, um das nächste Projekt anzugehen. Perfektes gibt es nicht, es ist wie die Jagd nach dem Horizont. Du kommst nie an.
  7. Lach über deine eigenen Witze.
  8. Die Hauptregel beim Schreiben lautet: Wenn du es mit ausreichende Zuversicht und Begeisterung tust, darfst du tun, was du willst. (Das kann sowohl eine Regel für das Leben, als auch für das Schreiben sein. Aber es ist definitiv wahr für das Schreiben.) Schreibe also deine Geschichte so, wie sie geschrieben werden muss. Schreibe ehrlich und schreibe es so gut du kannst. Ich bin mir nicht sicher, ob es noch andere Regeln gibt. Jedenfalls keine, die wichtig sind.

Schreibtipps für den „Alltag“

1. Hör niemals auf zu schreiben. Egal wo du bist, schreib.

2. Lies lange und intensiv. Schaff dir Zeit dafür.

3. Schreib was DU schreiben willst, nicht was andere Leute von dir erwarten.

4. Sammele deine Inspirationen. Erkenne welche Dinge die Inspiration in dir wecken.

5. Benutze ein Journal und schreibe mit der Hand – fühle den Stift auf dem Papier.

6. Du musst es nicht richtig machen, du musst es nur herausbringen (es gibt die Überarbeitung).

7. Mach einen Spaziergang – kläre deinen Geist und füll ihn auf.

8. Denk über Kritik nach und verbessere dich. Aber mach dir keine Sorgen darüber. Sei positv, egal was passiert.

9. Perfektion ist unmöglich. Strebe nicht danach. Auch nicht nach Größe oder Ruhm. Schreib einfach!

10. Gib niemals auf!

 

Wie überstehst du eine Beziehung mit einem Schriftsteller?

Diese 10 Tipps habe ich auf einer anderen Seite entdeckt (www.writerswrite.co.za) und aus dem englischen Übersetzt. Mit einem Augenzwinkern und doch ernster als mancher Nichtsschreiber denkt. 😉

  1. Frag niemals wann das Buch veröffentlicht wird.
  2. Frag nicht ob er sich wünschte, er hätte den letzten Bestseller geschrieben.
  3. Sag niemals, du denkst darüber nach auch ein Buch zu schreiben.
  4. Ruf nicht die Polizei, nur weil du den Browserverlauf eines Schriftstellers gesehen hast. Er plant weder dich zu vergiften, noch einen Scharfschützen anzuheuern oder nach Afghanistan zu reisen. Es ist nur Recherche.
  5. Lassen sie ihren Autor allein, wenn er schreibt. Sie haben keine Ahnung wie schwer es ist „die Zone“ zu betreten.
  6. Trage niemals unfaire Kämpfe mit einem Schriftsteller aus. Schriftsteller rächen sich in ihrem nächsten Roman.
  7. Wenn du kämpfst, mach es erinnerungswürdig. Ein Schriftsteller ist immer auf der Suche nach Material.
  8. Wenn dein Schriftsteller beginnt auf einer Party herumzuwandern, keine Panik. Schriftsteller lieben es Bücherregale und Medizinschränke zu inspizieren.
  9. Schenk deinem Schriftsteller Notebooks, süße Stifte und Notizbücher. Kauf keine Blumen. Schokolade ist auch akzeptabel.
  10. Lass deinen Schriftsteller allein, wenn ein Ablehnungsschreiben kommt. Nach tödlicher Stille, Geschrei, Tränen, Stöhnen und Gemurmel, biete deinem Autor eine Tasse Kaffee oder Tee an. Und einen Kuchen. Biete eine lange Umarmung an.