365-Tage-Projekt: Tag 5

Thema: Klassische Stoffe

Damit ist keine Seide oder Samt gemeint 🙂 . Es gibt viele schöne klassische Stücke Theater/Literatur. Ich liebe besonders Shakespeare und Oskar Wilde, auch Jane Austen.

Welches klassische Stück gefällt dir?

Und wie könnte man den Stoff in die heutige Zeit transportieren?

Schreibe eine kleine Zusammenfassung des Inhalts. Und wer weiß, vielleicht bekommst du Lust etwas „Modernes“ zu verfassen. 😉

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Umschreiben

Wenn du ein Shakespeare Stück in eine moderne Novelle umschreiben könntest, welches wäre es und warum? Wo würdest du den Handlungsort ansiedeln, wie würden deinen Charaktere heißen und in welchem Umfeld leben sie? usw.

Schreibe eine Szene aus deiner modernen „Übersetzung“.

Das ist eine interessante Aufgabe, die man natürlich auch mit anderen Klassikern „durchspielen“ kann. Die Masterplots bleiben, nur die Zeiten verändern sich 😉 .

 

Schreibtafel her, ich muss mir`s niederschreiben! – Workbook II

Wie bei Workbook I soll der Spaß am Schreiben auch im zweiten Workbook im Vordergrund stehen. „Schreibtafel her, ich muss mir`s niederschreiben“, ließ Shakespeare im Hamlet sagen. Darum gibt es für jede Anregung zwei freie Seiten für deine Texte. Das Workbook ist bequem zu transportieren und jederzeit einzusetzen. Man braucht nur noch einen Stift. Lass dich von den Anregungen und Ideen inspirieren. Falsch und Richtig gibt es nicht. Kombiniere die Aufgaben, wandel sie für deine Bedürfnisse ab, wenn du magst, oder mach sie mit Schreibfreunden/innen.

Viel Spaß!

Eure Caroline

 

werbung workbook 2

212 Seiten ISBN 978-3-7347-7999-2

Sonnett

Schreibe ein Sonnett über die Liebe – so wie Shakespeare es schreiben würde. Oder ziemlich dicht dran. 😉

Hier ein Beispiel Sonnett von William Shakespeare:

Vom Schönen wünschen wir daß es sich mehrt,
Damit der Schönheit Rose nimmer sterbe
Nein, wenn das Reifere die Zeit verzehrt,
Und zarter Sprößling sein Gedächtnis erbe;

Doch Du, den eigne Blicke nur entzünden,
Ernährst Dein Licht mit Öl aus eignem Herzen;
Statt Überfluß wirst Du einst Mangel finden,
Schaffst, selbst Dein Feind, dem süßen Selbst Du Schmerzen.

Du reichstes Kleinod, das der Welt geschenkt,
Des jungen Frühlings Blüth‘, und Freudenspenden,
In eigner Knospe liegt Dein Schatz versenkt,
Wirst, holder Geizhals, da Du sparst, verschwenden:

Hab‘ Mitleid für die Welt, sonst schlingt hinab,
Was künft’ger Welt gehört, Du und das Grab.

 

Sonett 18

Soll ich denn einen Sommertag dich nennen,
dich, der an Herrlichkeit ihn überglänzt?
Dem Mai will Sturm die Blütenpracht nicht gönnen,
und Sommers Herrschaft ist so eng begrenzt.

Oft leuchten seines Blickes Feuerfarben,
doch bald auch hört das goldne Glänzen auf,
bis seine allerletzten Spuren starben
in Wechsel und natürlichem Verlauf.

Dir aber soll der Sommer niemals scheiden,
die Zeit sei fern, daß Schönheit dir verdirbt.
Des Todes gier’ger Blick weiß dich zu meiden:
mein Wort verhütet, daß dein Wesen stirbt.

Solange Ohren hören, Augen sehn,
besteht mein Lied, wirst du im Lied bestehn!



Übersetzt von Karl Kraus (1933)